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Dorferneuerung in Albersweiler Unter dem Motto „gemeinsam Leben, gemeinsam planen“ beschäftigen
sich Albersweilerer Bürger mit der Zukunft ihres Dorfes. Worum geht es bei der Dorferneuerung? Die Dorferneuerung hat das Ziel, die Gemeinde für die Zukunft
„fit“ zu machen und günstige Voraussetzungen zu schaffen,
damit Albersweiler auch morgen noch lebenswürdig für Jung und Alt
bleibt.
Die Ergebnisse der Dorfmoderation fließen schließlich in das sog. Dorferneuerungskonzept, das vom Gemeinderat verabschiedet wird, das die Richtung der zukünftigen Dorfentwicklung vorgibt und die Grundlage für öffentliche und private Investitionen in der Gemeinde bildet. Was bisher geschah! Den Auftakt zur Dorferneuerung bildete eine Bürgerinformationsveranstaltung, die im November 2005 stattfand. Rund 50 interessierte Bürgerinnen und Bürger kamen im katholischen Pfarrheim zusammen, diskutierten untereinander und legten Themen und Aufgaben fest, die es galt im Laufe des weiteren Bearbeitungsprozesses näher zu durchleuchten. Zum Abschluss der Veranstaltung wurden schließlich Arbeitsgruppen zu folgenden Themen gebildet:
Im Laufe der nachfolgenden Monate trafen sich die Arbeitsgruppen mehrmals um gemeinsam Leitlinien für die Ortserneuerung festzulegen. Mehrere Ortsbegehungen dienten dazu, sich Eindrücke von den Örtlichkeiten zu verschaffen. Über 30 engagierte Bürgerinnen und Bürger wirkten voller Elan in den Arbeitsgruppen mit und konnten schließlich über 20 Projekt- und Maßnahmenvorschläge im Rahmen einer Bürgerinformationsveranstaltung am 06. November 2006 präsentieren. Was wollen wir angehen? WWW – Wald, Wasser, Wein WWW... steht in Albersweiler nicht für „World Wide Web“, sondern
für „Wein, Wasser, Wald“. Dieses prägnante Motto, das einst
Studierende der Universität Kaiserslautern kreierten, spiegelt in
besonderer Weise die charakteristischen Merkmale von Albersweiler
wieder und wurde daher auch als übergeordnetes Leitmotiv für die
Dorferneuerungsplanung ausgewählt. Albersweilerer Kanal Neben der Queich stellt vor allem der „Albersweilerer Kanal“ ein hervorzuhebendes Potenzial dar. Der bauliche Zustand des Gewässers, einschließlich der technischen Einbauten wie Zu- und Abläufe sowie Schleusen, muss in den kommenden Jahren erneuert und instandgesetzt werden. Darüber hinaus müssen auch die zugänglichen und einsehbaren Randbereiche (z.B. der alte Waschplatz, oder die Freiflächen am Bahnhaltepunkt) neu gestaltet werden. Neben der Instandsetzung und Aufwertung des Gewässers ist ebenfalls die geschichtliche Bedeutung des Kanals sowohl innerhalb als auch außerhalb des Ortes zu dokumentieren (z.B. durch Schau- und Informationstafeln am Gewässer, Presseberichte, Info-Broschüren, Führungen, Vorträge, Integration in Schulunterricht, etc.). Wein- und Hauptstraße Die beiden innerörtlichen Hauptverkehrsstraßen (Haupt- und
Weinstraße) sind aus Sicht der Bürger in den kommenden Jahren
anzugehen. Die Weinstraße sollte sowohl aus Richtung
Frankweiler als auch aus Richtung Birkweiler kommend
verkehrsberuhigt ausgebaut werden. Dieses könnte z.B. durch den
Einbau von Grüninseln in der Fahrbahn erfolgen. Des weiteren sollte
das Teilstück zwischen dem ehem. Billard Cafe „Backgammon“ und
dem Abzweig Kindergarten/Schule insbesondere für Fußgänger sicherer
ausgebaut und eine kleine Verweilfläche im Bereich der Anwesen 62
und 64 neu gestaltet werden. Da die Weinstraße als klassifizierte
Landesstraße in den Zuständigkeitsbereich des Straßen- und
Landesbetriebs (LSV) fällt, sind alle angesprochenen Maßnahmen mit
dem Straßenbauträger abzustimmen. Dieses soll im Frühjahr 2007 im
Rahmen einer Vor-Ort-Besichtigung erfolgen. Pfarrer-Hamm-Platz Der Pfarrer-Hamm-Platz sollte aus Sicht der Bürger zu einem attraktiven Ortsmittelpunkt umgestaltet werden. Die Platzfläche ist gegenwärtig auf ihre Parkplatzfunktion reduziert und besitzt daher nur geringe Aufenthaltsqualität. Aufgrund der anliegenden Geschäfte ist ein zentraler Parkplatz an diesem Standort auch weiterhin notwendig. Allerdings könnte die zur Zeit beparkte Fläche reduziert werden, unter Beibehaltung des derzeitigen Parkplatzangebots. Dieses wäre zum einen möglich, in dem die ermittelten Dauerparker auf den Ausweichparkplatz am Bahnhaltepunkt ausgelagert werden und zum anderen die Parkstände effizienter im rückwärtigen Platzbereich (zur Queich) angeordnet werden könnten. Der vordere, zur Hauptstraße orientierte Platzbereich könnte somit als repräsentativer Platz gestaltet und als örtlicher Treffpunkt umgebaut werden. Bahnhofsbereich/Alter Steinbruch Der Ortseingang aus Richtung Annweiler soll aufgewertet werden.
Die brachgefallene Bahnfläche sowie der dahinter liegende und
größtenteils zugewucherte alte Steinbruch könnten Ansätze für eine
Attraktivierung dieses Bereichs darstellen. Die Zugänglichkeit des
Bereichs muss verbessert werden. Darüber hinaus müssten
Freischneidemaßnahmen durchgeführt werden um die Felswand, den Teich
sowie die Queich freizulegen. Ein kleiner Parkplatz in Verbindung
mit einem Informationspunkt könnte eingerichtet werden und als
Ausgangspunkt für Besichtigungen und Wanderungen innerhalb des Ortes
und seiner Umgebung dienen. Da die Nachfrage nach
Wohnmobilstellplätzen in den vergangen Jahren zugenommen hat und im
Ort keine ausreichenden Freiflächen zur Verfügung stehen, könnte an
diesem Standort auch ein Wohnmobilplatz eingerichtet werden. Um
diese Maßnahmen realisieren zu können, muss die Gemeinde in den
Besitz der Bahnflächen gelangen. Entsprechende Verkaufsverhandlungen
mit der Deutschen Bahn sind bereits im Gange. Darüber hinaus
ist eine Zustimmung der Naturschutzbehörden unerlässlich, da das
Gebiet des alten Steinbruchs unter Naturschutz steht. Ortsbild Neben der Gestaltung der öffentlichen Flächen ist auch das äußere Erscheinen der Gebäude und privaten Freiflächen ausschlaggebend für das Ortsbild. Unsachgemäße bauliche Veränderungen und Neubaumaßnahmen haben teilweise zu einem Verlust ortstypischer und ortsbildprägender Bauweisen geführt. Damit der Ortskern sowohl für Gäste als auch für Bewohner an Attraktivität gewinnt, müssen gestalterische Leitlinien für den Ortskern entwickelt werden. Aus Sicht der Arbeitsgruppe, sollte daher für Teilbereiche des Ortskerns (insbesondere Wein- und Hauptstraße) eine Gestaltungsfibel erarbeitet werden, die Bauwilligen Hilfestellung geben könnte. GGf. sei darüber hinaus auch eine sog. Gestaltungssatzung zu erlassen, um die Einhaltung bestimmter Gestaltungsvorgaben durchzusetzen. Wie geht es weiter? Dass die zuvor genannten Maßnahmen und Projekte nicht alle auf
einmal in den kommenden Jahren umgesetzt werden können, ist aufgrund
der angespannten Haushaltslage sicherlich jedem bewusst. Daher sind
die Darstellungen vielmehr als Zielkatalog zu verstehen, der nach
und nach in den kommenden Jahren abgearbeitet werden muss. Hierzu
sind wir auf die Mitwirkung der Bürgerinnen und Bürger weiterhin
angewiesen.
Auch bei der Konkretisierung der Planungen sollen die Bürger weiterhin intensiv eingebunden werden! Beratung und Förderung privater Baumaßnahmen
Voraussetzung für eine Förderung ist, dass die Maßnahmen
Für private Dorferneuerungsmaßnahmen innerhalb des Ortskerns können kostenlose Beratungsleistungen in Anspruch genommen werden, die durch Herrn Prof. Dennhardt oder Herrn Dipl.-Ing. Pörsch durchgeführt werden. Auch die Möglichkeiten der Förderung können hier erörtert werden. Um bereits frühzeitig bedarfsgerecht planen zu können, und den zukünftigen Bedarf für Bauberatungsleistungen sowie die Höhe notwendiger Fördermittel bestimmen zu können, ist es notwendig, dass Sie uns über geplante Erneuerungsmaßnahmen in Kenntnis setzen.
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